Boston und MIT

Nachdem das letzte Wochenende etwas müde war, war dieses Mal endlich wieder mehr los. Für den Freitag hatten wir über Freunde vom Deutschclub der Uni endlich das Glück auf eine Party-Liste bei der Fraternity Alpha Chi Rho (umgangssprachlich hier einfach “Cro” genannt) zu landen. Diese hat dort eine Highlighter-Party veranstaltet, was so viel bedeutet wie dass jeder von jedem mit Textmarkern bemalt wird, was unter viel Schwarzlicht dann ganz freaky-bunt leuchtet.  Nachdem wir uns mit einem billigen 14-er Pack an weißen T-Shirts eingedeckt hatten, haben wir uns dann mit jeweils 6 Dosen Bier auf die Socken gemacht. Die muss man nämlich am Eingang abgeben, um auch an der Party was trinken zu können. Das Prinzip ist hier nämlich folgendes: Gebe 6 Bier am Eingang ab, und du bekommst 6 (willkürliche) Dosen Bier währen der Party. Gekauft werden kann hier sonst nichts mehr. Die Party selbst war echt ganz witzig, aber noch nicht so ganz “ausartend”, wie man sich so eine amerikanische Studentenparty vorstellt. Das Haus wurde nie so richtig voll und die Lautstärke der Musik war auch alles andere als am Anschlag. Aber das war ja hoffentlich nicht die letzte Frat-Party hier, von dem her gibt es ja noch genug Zeit um sich zu steigern.

Am Samstag hat mich dann die Spontanität gepackt und ich bin zusammen mit Andi nach Boston gefahren um dort Stefan und Simon in einem Hostel zu treffen, welche schon am Tag zuvor nach Boston aufgebrochen sind, um dort eine Wale-Watching-Tour zu machen. War wirklich eine kleine Blitzaktion, denn ich musste innerhalb weniger Minuten ein Schlafplatz und Bustickets organisieren. In Boston angekommen, hat uns Simon (ein Freund von Andi, der ein paar Tage bei uns in Worcester besucht hat, bevor er dann weiter nach Kanada weiterzog) dann von der South Station abgeholt und uns zum Hostel begleitet. Dieses war leider etwas außerhalb von Boston und mit 50$ pro Nacht auch nicht das billigste. Wie der Zufall es so wollte, waren die beiden Schweizer Austauschstudenten vom WPI auch im selben Hostel, welche dort gerade das mehrtägige Mass Hydro Festival (eine Hanf Messe mit Live-Musik) besuchten. Die beiden sind einfach wirklich überall.

In Boston haben wir eine am Samstagabend dann erst mal eine kleine Bar-Tour gemacht. Dort haben wir uns dann auch noch mit Larissa vom MIT getroffen, welche ihren Bachelor an der HTWG gemacht hat. Als es dann spät war (und spät heißt in den USA 2:00am … ab dann macht hier nämlich wirklich alles zu), haben wir uns auf die Suche nach einem Taxi gemacht. Und das war wirklich nicht einfach, denn obwohl es hier Taxis wie Sand am Meer gibt, gab es einfach drei mal so viel Menschen, die zu der Uhrzeit ein Taxi rufen wollten. Folglich haben wir uns dann nach fast einer Stunde Warten mit zwei Amerikanerinnen ein Taxi geteilt, welche uns dann aber auch ganz schön abgezogen haben, denn als wir dann an ihrem Ziel angekommen sind, haben sich die beiden dann auch ganz schnell aus dem Staub gemacht, womit wir deren Anteil von auch noch übernehmen mussten. Der Taxifahrer war jedoch so gnädig und und hat uns davon dann doch ein paar Dollar erlassen.

Für den Sonntag hat uns Larissa dann noch zu einer Tour durch MIT eingeladen. Das haben wir uns natürlich nicht zwei mal sagen lassen! Dort angekommen, hat sie uns dann einmal durch das Hauptgebäude, das Visual Media Lab und das Stata Center geführt. Sehr interessant war auch noch, als sie uns den Tag vom Boston Marathon Bombing aus ihrer Perspektive erzählt hat. Die folgenden Bilder sollen euch einen Eindruck vom Rundgang am MIT geben.

Den restlichen Tag haben wir dann mit einem kleinen Rundgang durch Boston verbracht. Durch Zufall sind wir dann auch noch auf der Mass Hydro gelandet, von welchen uns die Schweizer zuvor erzählt hatten. Diese fand nämlich mitten im Boston Common Park statt, war jedoch gerade zu Ende gegangen. Ist jedoch schon lustig zu sehen, dass dort offen und ehrlich Marihuana verschenkt und im freien konsumiert wurde, und das obwohl viel Polizei anwesend war. Das scheinen die wohl deutlich mehr zu tolerieren als Alkohol, denn mit einer Flasche Bier in der Hand wäre man hier (wie überall in den USA) sofort verhaftet worden.

Zusammenfassend war es ein wirklich geniales, aber zugleich auch wieder sehr teures Wochenende. Jedoch hat sich das alles alleine schon für die Tour durch das MIT gelohnt. Ich werde jedoch spätestens im Oktober wieder eine Tour nach Boston machen, da Stefan und Simon bei der Wale-Watching-Tour kein Glück hatten und ich nun das noch gültige Ticket von Simon übernommen habe. Außerdem liebäugle ich gerade mit ein paar NHL-Tickets der Boston Bruins gegen die Colorade Avalanche.

Comments

Popular posts from this blog

Benchmarking Tensorflow Performance on eGPU

How to setup an eGPU on Ubuntu for TensorFlow

Setup Dell C1660W printer in Ubuntu