Road Trip nach Kanada
Nachdem nun der Term A vorüber ist und wir nun endlich unsere ersten Term Breaks haben, sind wir (Andi, Marius B., Marius G., Enis, Stefan und ich) in unserem “Shaggy Waggy” Bus für fünf Tage nach Kanada gereist. Auf dem Weg nach Toronto haben wir beim Grenzüberganz zu Kanada natürlich noch die berühmt berüchtigten Niagara Fälle mitgenommen. Wie man uns schon vorgewarnt hatte sind diese etwas kleiner als man sich die so vorstellt oder diese immer gehyped werden, jedoch sind diese doch ganz schön anzuschauen. Nur wegen den Niagara Fällen hätte sich jedoch die weite Reise nicht gelohnt. Da muss man dann schon noch die nahe liegende Stadt Toronto auf die Reise einplanen.
Nach ein paar Stunden an den Wasserfällen und ein paar leckeren Quesadilla Burgern ging es dann direkt weiter nach Toronto, welches mit seinen über 5,5 Mio. Einwohnern zur größten Stadt Kanadas zählt. Unser Hostel war sehr nahe am CN Tower gelegen, also richtig schön zentral in der Innenstadt. Da wir sehr spät angekommen sind, haben wir wir uns gleich auf den Weg in die Kings Street gemacht, eine der Bar-Straßen von Toronto. Ziellos sind wir dann in der ersten Bar gelandet, welche mit 8$ pro Bier doch etwas teuer war. Doch das gute war, dass wir in dieser Bar Anthony und drei Studentinnen von der University of Toronto getroffen haben, welche etwas besser in der Szene von Toronto waren. Die haben uns dann in einen etwas exklusiveren Club mitgenommen, bei dem wir dann schön an der langen Warteschlange vorbei laufen durften und nicht mal Eintritt zahlen mussten. So fing der erste Abend ja mal gut an.
Am zweiten Tag in Toronto hatten wir dann etwas Pech mit dem Wetter, so dass wir auf die nicht ganz so günstige Aussicht vom CN Tower leider verzichten mussten. Dafür sind wir dann bei leichtem Nieselregen quer durch die Stadt gelaufen, haben die Skyline genossen und haben noch das NBA uns NHL Stadion besucht, welches wir jedoch leider wegen einer Trainer-Konferenz leider nicht komplett besichtigen konnten. Einen letzten Halt haben wir dann noch bei der University of Toronto gemacht. Mehr davon könnt ihr von den Bildern entnehmen.
Bei der Reise von Toronto nach Montréal haben wir auf dem Highway einen kleinen Umweg über die Thousand Islands gemacht. Dort haben wir noch einen älteren Kanadier getroffen, der uns sehr euphorisch ein paar Fakten zu den Gänsen und Schwänen erzählt hat, die dort in der Region leben. Lustiger Kerl.
In Montréal endlich angekommen, eine weitgehend französisch sprechende und zweitgrößte Stadt Kanadas, haben wir uns gleich zu einem Pub Crawl unseres HI-Hostels eingetragen. Geführt wurde der Pub Crawl von der 18 Jährigen Marie aus Frankfurt, welche gerade Work & Travel in Kanada machte. Nach drei Bars und etwa 1:00am war dann der offizielle Teil des Pub Crawls fertig, jedoch entschlossen Andi, Marius und ich uns noch mit den zwei Australiern Chuck und Tobi etwas zu bleiben. Das verlief dann etwa so: Ein Runde nach der anderen … dann in eine andere Bar … da noch ne Weile mit zwei Québecerinnen geredet und die dann noch in unsere Runde aufgenommen … dann festgestellt, dass die Kanadier die Bar nicht schon um 2:00am schließen … dann auf einmal wie von Geisterhand in einem Taxi gelandet … und dann am nächsten Nachmittag aufgewacht.
Da sich durch den ungleichen Ausgang am Vorabend unsere Gruppe zeitlich etwas zerstreut hatte, habe ich mich dann alleine mal mit meiner DSLR zur McGill Universität und zum Mont Royal gemacht. Nach ein paar Höhenmetern am Mt. Royal Chalet angekommen, hatte man eine perfekte Aussicht über die gesamte Stadt. Schaut euch dazu einfach die folgenden Bilder an.
Nach zwei Tagen in Montréal, welches wirklich eine absolut überragende Stadt zum Feiern ist, sind wir dann wieder Richtung USA aufgebrochen. Nach einer Fahrt durch die Hero Islands und einem kurzen Mittagssnack in Burlington am Lake Champlain sind wir dann nach einer doch sehr langen Fahrt etwas verspätet in Lincoln angekommen. Lincoln ist ein kleine Stadt (oder eher Dorf?) im White Mountain National Forrest, irgendwo im nirgendwo. Wir waren gefühlt die einzigen Gäste in unserem Motel, welches aber verglichen mit den anderen Hostels wirklich super schick, sauber, gut ausgestattet und mit unter 20$ für die Nacht auch noch das günstigste war. Nach einem etwas zu kulinarischen Taco-Salat in einem Restaurant mit Karaoke-Abend ging es dann ab ins Bett, denn sonst hatte die Gegend hier für den Abend sowieso nicht zu bieten.
Am nächsten Morgen ging es dann gleich nach einem kurzen Besuch im Jacuzzi des Hostels weiter zum Kancamagus Highway, ein Highway quer durch den Nationalpark, welcher etwa jede Meile einen Parkplatz mit Wanderweg durch den Wald zum wilde Bären und Elche oder Wasserfälle besichtigen zu bieten hat. An ein paar dieser Haltestellen haben wir dann auch mal Rast gemacht und sind etwas durch den Wald spazieren gegangen. An der letzten Haltestelle haben wir uns dann mal etwas tiefer durch den steilen Wald getraut, bis wir dann nach über einer Stunde auf dem Gipfel des Berges gelandet sind. Von dort aus hatte man jedoch eine unbeschreiblich gute Aussicht. Schaut euch also unbedingt die Bilder an.
Auf dem Weg nach Worcester ging es dann nur noch an einem Outlet vorbei, bei dem wir uns dann echt super günstig mit allen möglichen Dingen von Levis, Tommy Hilfiger oder VANS eingedeckt haben. Einkaufen oder Tanken bei diesen Preisen hier macht deutlich mehr Spaß als in Deutschland ;-)
Zusammenfassend war der Trip eines der Highlights hier in einem Auslandsstudium. Kanada ist echt ein super gemütliches und lockeres Land, welches außer dem kalten Wetter meiner Meinung nach viele Vorzüge gegenüber den USA hat. So sind beispielsweise die Regelns hier nicht so streng wie in den USA, also eher zu vergleichen mit Europa. Und wenn man die Einreise ins Land vergleicht, dann werden einem die Unterschiede auch da schon ganz schnell klar:
- Kanada: Nette Frau in einem kleinen Schalter, welche kurz unsere Reisepässe kontrollierte, und uns dann noch nach Nachfrage ein paar Tipps gegeben hat, wo man bei den Niagara Falls am besten parken kann
- USA: Hunderte Kameras, welche unseren Bus umzingelten. Dann ein mürrischer Beamter, welcher uns erst mal mit einem fast freundlichen “Where the fuck are you comming from?” begrüßt hat und alle Reisepässe und DS-2019 Formulare erst mal mit allen Personen einzeln verglichen hat. Welcome back to America.
Ebenso musste ich nach dieser Reise feststellen, das Boston eine verdammt teure Stadt ist. Denn dort habe ich bisher immer 50$ pro Nacht zahlen müssen. Dagegen haben wir in Toronto nur 36$, in Montréal nur 23$ und in Lincoln nur 19$ für weit bessere Hostels oder Motels gezahlt. Falls ihr also noch ein Ziel für eure nächste Reise sucht: Kanada gehört ganz nach oben auf die Liste!
Da würd ich als US-Grenzbeamter vermutlich ähnlich reagieren wenn ich 5-6 junge Erwachsene in so nem Drogendealer-Bus daher fahren seh :)
ReplyDeleteIch beneide dich übrigens immer noch...^^