FES: Soft Skill Seminar zu Gedächtnistraining

Heute ging das erste regionale Soft Skill Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Ende, an dem ich teilnehmen konnte. Das Seminar hatte dabei das Thema Gedächtnistraining und wurde von keinem geringeren als Boris Nikolai Konrad, der amtierende Rekordhalter im Namenmerken, durchgeführt. Stattgefunden hat das ganze Seminar in der Jugendherberge Otto-Moericke-Turm in Konstanz, wobei der erste Tag nur aus einer kurzen Stattführung für unsere Teilnehmer aus der Schweiz mit anschießender Einkehr in die Seekuh zum gemütlichen Kennenlernen bestand.

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Das Seminar selbst war äußert interessant und hat wirklich was gebracht. Es wurden Techniken vermittelt und praktisch angewandt, mit denen man sich Namen, Wörter oder Zahlen einfach und sogar auf lange Zeit merken kann. Vieles geht dabei auf die einfache Technik zurück, alles Mögliche bildlich und fantasievoll als Geschickte zu merken. Denn dadurch erhalten die ganzen Begriffe oder Ziffern einen logischen und zeitlichen Zusammenhang, den man sich so deutlich einfacher merken kann.

Besonders gefallen hat mir dabei Loci-Methode (auch als Routen-Methode bekannt), bei der man sich beispielsweise im Haus eine feste Strecke von Zimmer zu Zimmer einprägt, wobei jeder Raum 5 oder 10 Wegpunkte erhält. Das ist wirklich einfacher als gedacht, jedoch kann man für den Einstieg auch den eigenen Körper nehmen, bei dem man sich zum Beispiel folgende Wegpunkte in der angegebenen Reihenfolge merkt:

  1. Fuß
  2. Knie
  3. Oberschänken/Hosentasche
  4. Po
  5. Bauch (Merksatz: Hand auf den Bauch – 5 Finger)
  6. Brust
  7. Schulter
  8. Hals
  9. Mund
  10. Augen

Wenn man sich nun beispielsweise 10 Begriffe merken muss, geht man einfach diese Wegpunkte durch und erfindet zu den Stationen am Körper eine möglichst fantasievolle Geschichte, die man sich bildlich vorstellt. Mit einer längeren Route kann man sich so ohne Probleme 50 Begriffe merken, die man auch nach einigen Wochen nicht vergessen hat. Das ganze sich auch noch sehr schnell einzuprägen ist dagegen eine Sache des Trainings.

Ich selbst versuche jetzt mit der Loci-Methode ein Karten-Deck mit 36 Spielkarten zu merken. Dabei habe ich jeder Karte ein eindeutiges Bild zugeordnet, wobei jedes Symbol eine eigene Kategorie darstellt. Beispielsweise assoziiere ich das Symbol Schaufel mit Arbeit und die Nummer 8 mit einer Brille. Damit ist die Karte Schaufel-8 ein Optiker.
Ein ganzes Deck mir zu merken und wiederzugeben habe ich sogar schon am ersten Tag geschafft, jedoch brauche ich mit etwa 10 Minuten noch sehr viel Zeit dafür. Wenn ich das Übersetzen der Karten in die entsprechenden Symbole noch etwas übe, würde ich das ganze bestimmt auch in nur 5 Minuten schaffen. Klingt das nach einer Idee für eine App, oder was meint ihr?

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